Mitglied im VDH?

VDH = Verband für das Deutsche Hundewesen

Wir werden oftmals auf eine Mitgliedschaft im VDH angesprochen. Um es vorneweg zu sagen: Wir sind nicht Mitglied im VDH.

Dies liegt daran, dass unser Zuchtverein nicht Mitglied im VDH ist. Einzelne Züchter können nicht Mitglied werden. Dies geht nur über einen dem VDH angeschlossenem Zuchtverein.

Warum 1. WS e.V. ?

1.WS e.V. = 1. Weisse Schäferhunde e.V. Einheit

Der 1. Weisse Schäferhunde e.V. Einheit wurde 1990 als 1.WACSR e.V. Einheit vom ersten Züchter für Weiße Schäferhunde in Deutschland, Martin Faustmann (Zwinger von Ronanke) gegründet und im Jahre 2002 in "1.Weisse Schäferhunde e.V. Einheit" umbenannt.

Bevor wir mit der Zucht angefangen haben, haben wir uns sehr wohl Gedanken über unsere zukünftige Mitgliedschaft in einem Zuchtverein gemacht. Wichtig erschienen uns vernüntige Zuchtrichtlinien sowie eine möglichst große Auswahl an gesunden Zuchtrüden. In beiden Fällen erschien uns der 1. WS e.V. die bessere Wahl gegenüber den im VDH vertretenen Vereinen zu sein. Zum Einen ist der 1. WS der weitaus größte Zuchtvein für den Berger Blanc Suisse in Deutschland, zum Anderen erschienen uns die Zuchtrichtlinien sinnvoller und fundierter als bei den anderen. So ist z.B. die Zucht nur mit Tieren die HD-frei sind erlaubt ("fast frei", d.h. die Übergangsform, ist auch noch gestattet). Inzucht ist nicht gestattet, auch nicht in Ausnahmefällen. Auch die vorgeschriebenen Untersuchungen erschienen uns sinnvoll und nicht willkürlich festgelegt. Der Verzicht auf die unsägliche Begleithundeprüfung machte für uns den 1. WS. e.V. dann noch sympatischer. Auch hatten wir den Eindruck, dass die Hunde beim 1.WS e.V. im Mittelpunkt des Interesses stehen und nicht ehrgeizige Befindungen einzelner Züchter.

Nur Züchter im VDH sind seriöse Züchter!?

Ach, so ein Quatsch! Der VDH versteht es sehr gut sich zu vermarkten und erhebt den Alleinvertretungsanspruch für die seriöse Zucht. Dem müssen wir aber heftig widersprechen. Denken Sie doch mal an die kaputt gezüchteten Deutschen Schäferhunde, an das Kuppieren der Boxerhunde usw. Alles mit Billigung des VDH! Man darf auch nicht vergessen, dass der VDH über 100 Jahre existiert und so manchen geistigen Ballast mit sich herumschleppt. So ist es z.B. hinlänglich wissenschaftlich bewiesen, dass erlerntes Wissen nicht vererbt wird und trozdem wird die Begleithundeprüfung als eine der Zuchtkriterien verlangt. Uns konnte bisher keiner der Verfechter der Begleithundeprüfung plausibel erklären, in welchem Zusammenhang diese Dressurnummer mit der Eignung des Hundes zur Zucht steht.
Leider steht das Leitbild des VDH nicht im Einklang mit dem Verständnis vieler Mitglieder, welche den Hund als Sportgerät oder zur Kaschierung persönlicher Defizite gebrauchen. In den Tierheimen sitzen genügend Hunde, die auf einmal diesen Ansprüchen, sei es aus Altersgründen oder entwickelter Aggression, nicht gerecht werden und abgeschoben werden. So werden z.B. in sehr vielen Hundesportvereinen die Hunde immer noch angeschrien, so als wären diese taub. Dabei hat doch die Forschung gezeigt, dass es anders geht - mit Liebe und Zuneigung .
Uns erscheint es mitlerweile so, dass der VDH eine sehr gute Marketingabteilung hat aber ansonsten recht wenig zum Wohlergehen der Hunde beiträgt.
Auf den Internetseiten des VDH kann man nachlesen, wie sehr sich der Verein um eine ordentliche Zucht bemüht. So können "seriöse" Züchter für 35.- € ein Vorteilspaket mit Plakette und hochwertiger Urkunde erwerben und sich an die Pforte hängen. Nur, die Kontrolle des Züchters obliegt dem zuständigen Zuchtverein. Der VDH kontrolliert selbst nichts! In vielen Zuchtvereinen, die dem VDH angehöhren, ist das Ausleihen von Zuchthündinnen gestattet. Ob diese Hündin bereits bei der letzten Hitze belegt wurde entzieht sich somit der Kontrolle. Kann ja ins Ausland verliehen worden sein... Aber die VDH-Plakette hängt an der Tür!
Der VDH ist Ansprechpartner der Bundesregierung in Sachen Hundewesen. Die daraus resultierende Verantwortung auch gegenüber Nichtmitgliedern ist derzeit als Klage beim Bundeskartellamt anhängig. Laut eigenen Angaben des VDH stammen nur 28%, der in Deutschland gewölften Welpen aus VDH Zucht. Dies bedeutet im Umkehrschluß, dass eine Minderheit der Mehrheit diktieren will, was gut und richtig ist. Das Urteil des Bundeskartellamtes wird wohl im Jahr 2011 fallen.

Wir möchten aber den VDH nicht pauschal verdammen. In vielen Positionen scheint sich der VDH zu bewegen und sein Verständnis von Hunden auf eine modernere, wissenschaftlich fundiertere Basis zu stellen. So ist z.B. gegen die vom VDH aufgestellten Kriterien zum Welpenkauf wenig einzuwenden. Einzig, dass der Züchter Mitglied im VDH...
Auch in Sachen Tierschutz, Erziehung und dem Hundesport scheint sich einiges zu ändern. Hoffen wir das Beste!

Menschen gebähren, Hunde wölfen (altsprachlich: welfen)!
Ende

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