Der Weiße Schäferhund

Am Anfang stand die Faszination! So könnte man formulieren. Denn dies ist meist der erste Zugang zum weißen Schäferhund. Danach meist die ungläubige Frage "Und das ist ein Schäferhund?" Ja, er ist es und doch ganz anders.

Weiße Schäferhunde üben aufgrund der weißen Fellfarbe eine unglaubliche Faszination auf Menschen aus. Stellen Sie einen schwarzen und einen weißen Schäferhund nebeneinander und jeder wird behaupten, dass der weiße ganz lieb aussieht und der schwarze zum Fürchten. Doch unterscheiden Sie sich auch wirklich? Ich sage jetzt mal vorsichtig, ja. Es gibt natürlich auch Deutsche Schäferhunde, die familienfreundlich, liebevoll und anhänglich sind. Im Grunde genommen sind das aber die Eigenschaften des Weißen Schäferhundes, während der Deutsche Schäferhund eher als arbeitsfreudiger, athletischer Sporthund umschrieben wird. Sie sehen schon, auch diese Eigenschaften können auf den Weißen angewandt werden. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte, wie üblich.

Auch unser erster Zugang zum Weißen war Erstaunen und Faszination. Wir leben nun mit 5 weißen Schäferhunden zusammen und sind täglich von der Schönheit beeindruckt, aber auch über den Charakter, der sich mal lebhaft engagiert, mal schmusig, mal lustig (wir haben durchaus auch Kasper bei uns), mal partyfreudig aber auch mal zurückhaltend gibt. Und da sind wir schon mitten in der Beschreibung. In der Rassebeschreibung wird der Berger Blanc Suisse als Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter aber auch als freudiger und gelehriger Arbeitshund ausgezeichnet und alles stimmt.

 

  • Charakter
  • Aussehen
  • Gesundheit
  • Geschichte

Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einige typische Charakterzüge des weißen Schäferhundes vorstellen. Gewiss, bei jedem Hund ist der eine oder andere Wesenszug stärker ausgeprägt. Dennoch glauben wir, Ihnen einige pauschale Eigenschaften beschreiben zu können:

Lebhaftigkeit

Der weiße Schäferhund sprüht vor Lebhaftigkeit. Er will sich bewegen und will dies nicht allein tun. D.h. Herrchen oder Frauchen sollten sportaffin sein. Manche Hunde lieben es, mit dem Besitzer Turnierhundesport zu betreiben, andere lieben es eher spontan. Unsere Hunde fanden Turnierhundesport ganz nett aber auch nicht mehr, im Grunde genommen fanden sie es schöner mit uns durch Wald und Feld zu turnen. Agility wurde auch genommen, aber hier störte, dass der Hund den Parcours allein bewältigen musste. Ina und Kara wollten lieber mit mir zusammen laufen, und das nur, wenn ich auch über die Hindernisse springe, alles andere hat sie schnell gelangweilt. Weiße Schäferhunde lieben Bewegung jeglicher Art, insofern sien sie optimale Pferdebegleithunde. Jede Sportart wird begeistert betrieben, nur eines geht nicht: Wenn Sie gern auf der Couch liegen und Fernsehschauen, werden weder Sie mit dieser Hunderasse, wie auch Ihr Vierbeiner selbst nicht glücklich miteinander. Die Lebhaftigkeit zeigt sich auch in übergroßer Freude, wenn Freunde zu Besuch kommen. Dann jaulen unsere Hunde aus vollem Herzen und Ina will auch schon mal zur Begrüßung Küsschen verteilen. Sicher, die Lebhaftigkeit kann auch schon mal Menschen, die so etwas nicht als Freude deuten können, erschrecken. Bedenken Sie, Sie haben einen ca. 30 kg schweren Schäferhund und so mancher Mitbürger ist 30 kg-Lebhaftigkeit nicht gewohnt. Die Begeisterungsfähigkeit der Weißen Schweizer Schäferhunde ist überragend. Es besteht auch ein Unterschied, ob Sie nur einen Hund halten, der zwar auch lebhaft sein kann, aber niemals die Lebhaftigkeit erreicht, die ein Hunderudel entwickelt, wenn alle sich gegenseitig motivieren.

Anhänglichkeit

Ja, das ist er wirklich. Allein sein, mag der weiße Schäferhund so gar nicht. Deswegen eignet er sich auch nicht als Hof/Kettenhund. Am allerliebsten ist er immer bei "seinem" Rudel: mal in der Küche beim Kochen im Weg rumliegen, mal im Arbeitszimmer sich hinter dem Stuhl positionieren oder im Schlafzimmer als Bettvorleger dienen. Alles egal, Hauptsache immer dabei sein. Bei wem aus dem "Rudel" er sich dabei befindet, ist hierbei nebensächlich. Deswegen ist es sehr wichtig, dass Sie genügend Zeit zusammen verbringen können. Morgens den Hund bei den Eltern abgeben und abends wieder abholen? Das wird nicht gut gehen. Ihr Liebling wird sich verstoßen vorkommen und sich nicht wohlfühlen. Dies wird sich mit Sicherheit in unerwünschtem Verhalten konkretisieren.
Selbstverständlich ist es auch möglich, den weißen Schäferhund auch mal alleine zu lassen. Betonung liegt auf mal, nicht regelmäßig über viele Stunden hinweg. Mit ein wenig Training und Geduld klappt das schon. Aber machen Sie sich auf eine stürmische Begrüßung bereit...
In manchen Büchern können Sie den Begriff "Weißer Schatten" lesen. Das stimmt und kann manchmal etwas lästig werden. Unser Arbeitszimmer liegt im ersten Stock, der Drucker steht im Keller. Habe ich etwas gedruckt und möchte mir die Ausdrucke aus dem Keller abholen, prompt erwachen fünf Weiße und folgen mir in den Keller. Unterwegs kann man noch so tolle Sachen machen wie, Wettrennen auf der Treppe, leere Flaschen umwerfen und "Ich beiß dir in die Pfote" spielen.

Verspieltheit

Nein, Phlegmatiker sind diese Hunde nun wirklich nicht. Auch nicht im Alter. Sie wollen spielen. Egal ob mit Ball, Stock, Frisbeescheibe, Apfel oder Quitscheente. Ständig animieren Sie ihre Besitzer zum mitspielen. Auch die sogenannten "Intelligenzspiele" werden gerne genommen. Leider sind diese meist für doofe Hunde entwickelt und unterfordern den weißen Schäferhund. Versuchen Sie es doch mal mit Obedience. Sieht zwar nicht nach Spiel aus, aber Ihren Weißen freut es enorm, da muß er richtig mitdenken. Und mit dem Ball wird dabei auch noch gespielt. Diese enorme Verspieltheit macht seine Erziehung recht leicht.
Alle unsere Hunde gehen sehr gerne ins Wasser und haben auch am Wasser aus dem Gartenschlauch sichtlich ihre Freude. Andere Hunde werden oft und gerne zum Spielen aufgefordert - Rennspiele sind was Tolles! Man kann auch Hasen nachlaufen...

Jagdtrieb

...was aber nicht mit Jagen gleichzusetzen ist (dem Hasen wird es egal sein, warum der Hund hinter ihm her ist!). Der Weiße Schweizer Schäferhund gehört zur Gattung der Hütehunde und nicht zur Gattung der Jagdhunde. Das hat damit zu tun, dass sein Hütetrieb höher ausgeprägt ist, als sein Jagdtrieb. Zum Jagdtrieb gehört u.a. das Wittern der Beute, aufnehmen der Fährte und Stellen des Wildes. All dies ist bei den Weißen nicht sonderlich ausgeprägt und nur rudimentär vorhanden. Mag sein, dass es Ausnahmen gibt, aber bei den meisten Weißen ist der Jagdtrieb begrenzt und lässt sich durch konsequente Erziehung gut kontrollieren. Gerade in den ersten zwei Lebensjahren kann seine Verspieltheit leicht zum Nachjagen von Hasen etc. führen. Für den Hund ist es Spiel und nicht Jagd, für Sie eine Erziehungsaufgabe!

Intelligenz

Wir persönlich zählen die Weißen Schweizer Schäferhunde zu den intelligenteren Vertreter der Caniden. Das haben sie mit dem Deutschen Schäferhund gemein. Man kann ihnen so ziemlich alles beibringen, was man einem Hund so beibringen kann. Seine offenes Wesen gepaart mit schwach ausgebilderter Agressivität machen diese Rasse so geeignet für die anspruchsvolle Ausbildung zum Rettungs-/Lawinenhund, Therapiehund oder auch als belastbarer Begleiter für kranke Menschen.
Leider lässt sich das Wesen des Weißen Schäferhundes auch mißbrauchen. So wurden z.B. während der Apartheid in Südafrika, Stockhaarige weiße Schäferhunde zu "Polizeihunden" ausgebildet und sollten die schwarze Bevölkerung bei Protesten im Zaun halten. Auch in den Südstaaten der USA gibt es leider immer noch den Begriff des "Black Man Killer". Die intelligenten Hunde können nichts dafür, sie gehören in verantwortungsvolle - liebevolle Familien.

Freundlichkeit

Der Weiße Schäferhund hat immer ein Lächeln im Gesicht. Sehr selten, dass er schlechte Laune hat, grimmig dreinschaut oder mißmutig agiert. Seine weiße Fellfarbe trägt dazu bei, dass er von der Öffentlichkeit positiver als ein schwarzer Hund aufgenommen wird. Und er sabbert nicht! Sabbern hat schon so manche Rasse unbeliebt gemacht hat. Auch neigen diese tollen Hunde nicht zur Hektik oder Unruhe, geschweige denn zum sinnlosen Kläffen. Was nicht heißen soll, dass sie nicht bellen. Sollten Sie uns mal besuchen kommen, werden Sie sicherlich von unseren Hunden mit lautem Gebell empfangen. Aber es ist pure Freude und keine Agressivität. Das werden Sie sofort merken! Und die Hunde werden sich rasch beruhigen und Ihnen Spielsachen bringen, Kindern gleich, welche dem Besuch mit ihren selbstgebastelten Dingen imponieren wollen.

Geduld

Ewiges Streitthema bei uns. Ja, nein, manchmal schon, kommt darauf an. Wir sind uns da nicht einig. Einerseits überrascht uns z.B. unsere Ina mit einer Engelsgeduld gegenüber behinterten Kindern, andererseits, wenn es zum Spazieren gehen geht, kann es gar nicht schnell genug gehen. Freundlich wird man darauf hingewiesen, dass man sich eher wie eine Schnecke bewegt und dies nicht hingenommen werden kann. Frauchen, beweg dich endlich. Geht's jetzt endlich los. Wie Kinder, die sich freuen, zappeln sie dann herum.
Andererseits sind unsere Hunde durchaus in der Lage mehrer Stunden im Biergarten unter dem Tisch zu liegen und keine Laut von sich zu geben...

"Die sehen ja alle gleich aus"! Solche Sätze hören wir immer wieder. Und dennoch gibt es Unterschiede. Der Augenfälligste ist wohl die Felllänge. Weiße Schweizer Schäferhunde gibt es mit kurzem Fell, Stockhaar genannt, und mit langem, voluminösen Fell, Langstock genannt. Das ist so wie der Unterschied zwischen BMW und Mercedes. Den Einen sagt man Sportlichkeit nach, dem andern Eleganz. Wir züchten Langstock-Hunde. Die langweilige FCI Beschreibung der Rasse ersparen wir Ihnen, Sie können diese hier nachlesen.

Aussehen

Sie wissen sicherlich wie ein Deutscher Schäferhund aussieht. Der weiße Schweizer Schäferhund sieht ähnlich aus. Neben dem weißen Fell ist der gerade, nicht abfallende Rücken, der größte Unterschied zum Deutschen Verwandten. Die Rüden fallen größer aus als die Hündinnen. So beträgt die Schulterhöhe, auch Widerrist genannt, bei Rüden ca. 63 cm (+ – 3 cm), bei Hündinen 58 cm (+ – 3 cm). Ein wohlproportionierter Hund hat eine Rumpflänge, die um 20 % länger ist als seine Schulterhöhe. Also - nicht so lang wie ein Basset und nicht so gedrungen wie ein Mops. Dabei bringen Rüden locker 40 kg, Hündinnen 33 kg auf die Waage.

Den markanten Kopf zieren zwei Stehohren, die sich in in Ihrer Form in etwa durch die Gleichung y = – X 2 beschreiben lassen. Die Nase sollte eine möglichst schwarzen Nasenspitze aufweisen. Im Winter kann sich diese auch mal rot färben, dann spricht man von einer Wechselnase. Gerade zur Weihnachtszeit kommt man dann leicht in die Versuchung noch ein Elchgeweih befestigen zu wollen und Rudolf the Red Nose Reindeer zu singen. Die Augen sind beim weißen Schweizer Schäferhund sehr schön, mandelförmig, die Farbe changiert zwischen hell- und dunkelbraun — zum Verlieben!

Das andere Ende des Hundes ziert ein, bei entsprechender Pflege, sehr schöner Schwanz — bei Hunden Rute genannt. Im Gegenlicht betrachtet, erinnert diese an einen Piratensäbel, zumal die Hunde ihn oft nach oben recken und bei Freude damit heftig wedeln. Und dann fliegt auch schon das Glas vom Couchtisch...

Vom Körperaufbau sieht der Berger Blanc Suisse, egal ob Stockhaar oder Langstock, sehr athletisch aus. Dazu trägt sicherlich die nicht allzu sehr hervorstehende Brust bei. Der Hund wirkt nicht bullig. Und wenn dann noch die Vorhand sowie die Hinterhand gut mit Muskeln gefüllt sind, haben Sie die Blicke der schönen Frauen (und Männer!) sicher. Und Sie werden sich fragen — warum habe ich mir solch einen Hund nicht schon viel früher geholt?

Das Fell ist übrigens nicht immer schneeweiß. Es kann durchaus einen ockerfarbenen Ton annehmen. Insbesondere an den Ohren und entlang des Rückens kann es temporär zu Verfärbungen kommen. Auch häufiges putzen, lecken, kann das Fell rötlich verfärben. Sie finden oben im Menue unter dem Punkt Galerie viele Bilder von unseren Hunden. Was sollen wir da noch schreiben...

Der weiße Schweizer Schäferhund ist grundsätzlich eine gesunde Rasse. Es gibt eigentlich keine rassetypische Krankheit, wie die Dackellähmung bei den Dackeln oder die Atemschwierigkeiten beim Mops. Und da es sich bei dem weißen Schweizer Schäferhund nicht um Albinos handelt, haben sie auch deren Krankheiten nicht. Es können allerdings in seltenen Fällen Krankheiten auftreten, die alle großen und vor allen Dingen schnellwüchsigen Rassen betreffen:

HD / ED

Selbiges gilt auch für die ED (Ellenbogendysplasie), wobei hier die Ernährung sowie Überbelastung des Gelenkes durch zuviel Gewicht und Bewegung, eine größere Rolle spielt wie bei der HD.

Es besteht kein Zwang zur ED-Untersuchung. Wir lassen aber unsere Hunde darauf hin untersuchen und Züchten nur mit ED-freien Hunden (gilt auch für Rüden!)

Eine gute Übersicht über die national doch abweichenden Bezeichnungen zur Schwere der Dysplasie finden Sie bei der GRSK, einem Zusammenschluß verschiedener Tierkliniken und Tierärzten.

Wir werden oft gefragt, ob unsere Welpen HD (Hüftdysplasie) frei sind. Dazu müssen wir Folgendes sagen: In unserem Zuchtverein darf nur mit HD-freien (A1/A2) und HD fast normalen (B1/B2) Hunden gezüchtet werden. Die Auswertung der entsprechenden Röntgenaufnahmen werden vom unabhängigen Hohenheimer Kreis durchgefürt. Damit hoffen wir alle wenigstens der erblichen Form der HD beizukommen und sie nicht weiter zu vererben. Es gibt allerdings auch eine nicht erbliche Form der HD. Sie wird entscheidend durch die Fütterung, Überbelastung der Hüften in der Wachstumsphase sowie durch Umwelteinflüsse bestimmt. HD kommt nicht nur bei Hunden vor, sondern auch bei Katzen und bei unseren neugeborenen Menschenkindern!

Der weiße Schweizer Schäferhund zählt zu den schnellwüchsigen Rassen. Hündinnen haben mit ca. 6 Monaten ihre entgültige Widerristhöhe erreicht, Rüden mit 8 Monaten. Wenn Sie den Welpen von uns bekommen ist er 2 Monate alt und wiegt um die 7 kg. Vier Monate später wiegt die Hündin ca. 30 kg und hat eine Widerristhöhe von fast 60 cm. Eine erstaunliche Leistung, die das Skelett des jungen Hundes volbringt. Der Mensch braucht dazu 20 Jahre. Es liegt somit bei Ihnen, den Hund in diesen vier Monaten richtig zu ernähren, damit die Gelenke mit dem übrigen Wachstum mithalten können und Sie ihn nicht durch allzu ergeizige Ziele überlasten. Der Hund sollte gleichmäßig wachsen. Sobald er größemmaßig anfängt zu "schießen" ist äußerste Vorsicht geboten.

Andererseits ist ein Überangebot an Eiweiß und Kalzium ebenfalls abträglich. Es kann dadurch zu einer ...

Rotationsfehlstellung

... Rotationsfehlstellung der vorderen Gliedmaßen kommen. Durch das Überangebot an Mineralstoffen und Proteinen, wachsen Elle und Speiche zu schnell und die Pfoten drehen sich nach außen. Erstmal nur unschön, später sehr schmerzhaft für den Hund. Deswegen recht bald vom Welpenfutter auf normales Futter umstellen! Oder schon mal Geld für die OP ansparen...

Herzfehler

Herzfehler kommen leider immer wieder mal vor. Die Forschung ist sich da noch nicht sicher, inwieweit diese genetisch bedingt sind. Es ist wie bei uns Menschen auch, manche Kinder kommen mit einem Herzfehler auf die Welt. Meist sind es Aorten die sich nicht richtig schließen und damit die Pumpleistung des Herzen beeinträchtigen. Alle unsere Welpen werden von Geburt an medizinisch begleitet. Leider höhrt man einige Herzfehler noch nicht in der 8. Lebenswoche bei der Abschlußuntersuchung. Deswegen ist es um so wichtiger, dass Sie regelmässig zum Tierarzt gehen — lassen Sie doch bei der Impfung auch gleich das Herz abhören. Viele Herzfehler lassen sich heutzutage operativ beheben.

Unsere Zuchthündinnen wurden auf Herzfehler untersucht und sind Gesund. Auch bei der Wahl des Rüden achten wir auf ein gesundes Herz.

Taubheit & Speiseröhrenerweiterung

Welpen, die an einem dieser Symptome leiden, sind in ihrem Verhalten auffällig und werden rasch erkannt. Leiden Welpen an einer schweren Form der Speiseröhrenerweiterung (Megaesophagus), sind sie nicht lebensfähig und müssen leider eingeschläfert werden. Leichtere Formen dieser Krankheit verwachsen oft und bereiten dem erwachsenen Hund keine Beschwerden mehr. Die Auswirkungen der Taubheit sind zum Glück kein Grund den Welpen einzuschläfern. Aber der Hund wird sein Leben lang daran leiden. Es kommt dann sehr auf den neuen Besitzer an, den Hund entsprechend zu fördern, damit er verstärkt andere Sinne zur Orientierung benutzt.

In beiden Fällen würden wir dann intensiv mit den neuen Besitzern über die Krankheit reden und sie keinesfalls verheimlichen.

Hodenfehler

Manche Rüden haben einen Hodenfehler. Man unterscheidet dabei zwischen einem fehlenden, bzw. mißgebildeten Hoden und dem nicht Absteigen des/der Hoden in den Hodensack (Lageanomalie des Hodens). Fehlt ein Hoden, ist das erst einmal nicht sonderlich schlimm, es sei denn, der Hund sollte später ein Zuchtrüde werden. Andere Auswirkungen hat dies nicht für den Rüden. Mißgebildete Hoden sowie Hoden, die sich nicht im Hodensack befinden, müssen operativ entfernt werden. Da ist die Gefahr, später an Krebs zu erkranken, einfach zu groß. Selbstverständlich werden unsere Welpen vor der Abgabe darauf untersucht. Ein nicht tastbarer Hoden ist erst einmal kein Grund zur Panik. Oftmals wandern die Hoden zu diesem Zeitpunkt noch von der Bauchhöhle in den Hodensack und sind einfach noch nicht "angekommen". Dies wird aber im gesundheitlichen Testat gesondert vermerkt. Leider kann ein Hoden auch wärend des schnellen Wachstums des Rüden wieder zurück in den Bauchraum wandern oder sich in dem Leistenkanal "verklemmen". Verantwortungsvolle Tierärzte kontrolieren dies aber bei jedem Besuch mit.

Mißbildungen bei den Hoden lassen sich mit 8 Wochen noch nicht feststellen, dazu sind die Hoden noch viel zu klein, etwa linsengroß. Erst im ausgewachsenen Zustand ist dies zu ertasten oder im Ultraschall sichtbar.

Hinweis

Da es sich um medizinische Themen handelt, wir aber Laien sind, bitten wir Sie im Zweifelsfall immer den Tierarzt zu konsultieren. Die oben aufgeführten Krankheiten können in seltenen Fällen auftreten. Sie stellen keine rassetypischen Krankheiten dar.

An dieser Stelle wollen wir nicht die Geschichte des Weißen Schäferhundes erzählen, sondern eine Geschichte. Nach der Verpaarung unserer Kara Aurora mit Tender Talos of the Heart of Lothian begannen wir zu recherchieren, wie weit wir in der Historie der Hunde zurückgehen konnten. Wir begannen mit Tender Talos, weil es uns interessierte, woher seine Vorfahren gekommen waren. Was wir entdeckten, machte uns sprachlos.

Aber wir wollen nicht vorgreifen. Nachdem uns klar wurde, dass wir exemplarisch an der Ahnentafel von unserer Bayonne 100 Jahre Hundegeschichte vor uns hatten, versuchten wir den Stammbaum komplett aufzubauen, was uns auch gelungen ist. Die Datei Ahnenreihe zeigt den Stammbaum beginnend mit Roland von Starkenburg im Jahre 1903, doch dies war nicht das Ende. Und deshalb beginnen wir die Geschichte von Anfang an zu erzählen. Freuen Sie sich daher über EINE Geschichte des Weißen Schäferhundes, die in die Zeit zurückreicht, als die Hunde noch schwarz waren.

Die Zucht in Deutschland

Am Anfang unserer Erzählung steht ein Weißer Schäferhund, nämlich Greif Sparwasser, geboren im Jahr 1879 bei dem Frankfurter Züchter Friedrich Sparwasser. Die damaligen Schäferhunde unterlagen noch keiner Farbdiskriminierung und so kam es häufig vor, dass aus Verpaarungen von schwarzen bzw. gelb-schwarzen-grauen Hunden weiße Abkömmlinge geboren wurden. Die Hunde, obgleich schwarzen Fells trugen das rezessive Gen für die weiße Farbe in sich, doch dazu an geeigneter Stelle mehr. Der Frankfurter Züchter verpaarte Greif mit Lotte (Sparwasser) und Tochter Lene verpaart mit Rüde Kastor erzeugten den Vater aller deutschen Schäferhunde Hektor Linksrhein, der ein graues Fell hatte. Ende des 19. Jahrhunderts hatten sich die Hütehunde in Deutschland in zwei Typen (Schläge) entwickelt. Der deutsche Schäferhund bildete sich aus den zwei führenden süddeutschen Schlägen aus Thüringen und Württemberg heraus. Als Begründer der Rasse gilt der legendäre Max Rittmeister von Stephanitz, der am 15. Januar 1898 Hektor (von) Linksrhein kaufte und in Horand von Grafrath umbenannte. Unter diesem Namen wurde Horand als erster Schäferhund in das Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde eingetragen und gilt seitdem als Stammvater der Schäferhunde. Horand von Grafrath verkörperte den Thüringischen Typ, den Stephanitz beschrieb als "Im übrigen war dieser Hund sehnig und derb, oft etwas klein und untersetzt; als Gebrauchshund voller Nerv, was sich bei der arbeitslosen Liebhaberhaltung leider oft in unleidliche Ungezogenheiten und zügellose Wildheit umsetzte." Stephanitz bezeichnete jedoch Horand als seinen „Glücksstern“; als er ihn auf einer Ausstellung sah, wußte er, dass dies der Hund war, nach dem er Jahre gesucht hatte. 1891 gliederte der Rittmeister die Rasse in drei Klassen: langhaarig, glatthaarig und rauhhaarig. Wichtig waren spitze Stehohren, die beim Württembergischen Typ immer wieder zu Problemen führten, eine gestreckte Schnauze und eine abwärts getragene, buschige Rute. Das Fell durfte die Farben schwarz, weiß, grau oder rotgelb, einfarbig oder aber mit Abzeichen sein.

Hektor wurde mit Mores Plieningen (Württemberger Schlag) verpaart und zeugte 1898 einen nicht weniger berühmten Sohn, Hektor von Schwaben, der genauso wie sein Bruder Beowulf, einer der großen Vorfahren des Deutschen Schäferhundes wurde. Mit der Hündin Lucie tritt die Zuchtstätte von Starkenburg in die Geschlechterlinie ein. Verpaart mit Hektor gebar sie den Rüden Heinz von Starkenburg, dessen Sohn Roland von Starkenburg 1903 für uns zum Ausgangspunkt für zwei unterschiedliche aber dennoch zusammengehörende Geschichten wird.

1974 wurden auf der Hauptsiegerschau der Deutschen Schäferhunde die Nachfahren in Blutlinien eingeteilt. Beginnend mit Horand von Grafrath teilen sich die Blutlinien in Fortsetzung über die Söhne in direkter Linie auf 5 Blutlinien auf. Drei von ihnen spielen im Stammbaum unserer Hündin Bayonne eine Rolle: Blutlinie I: Hektor von Schwaben, Blutlinie II: Hettel von Uckermark, Blutlinie III: Klodo von Boxberg.

Doch zunächst sollten wir zu Roland von Starkenburg zurückkehren. Er wurde mit Gretel Uckermark verpaart und zeugte 1907 Hettel von Uckermark (Blutlinie II).

Und jetzt wird es interessant. Denn Roland von Starkenburg zeugte nicht nur Hettel von Uckermark, sondern auch mit der Hündin Helma von Starkenburg 1908 den Rüden Arno. Aus dieser Linie ging am 06. Juni 1920 der Urenkel Arnos hervor, nämlich Arno von Niedereschbach, dessen Mutter Herta von Bonames war. Sie können sich vorstellen, wie erstaunt wir waren, dass 100 Jahre später eine Nachfahrin dieser Hunde, nach einer genetischen Reise um die Welt, wieder in diesem Ort geboren wurde. Über das Zuchtbuchamt des Deutschen Schäferhundes konnten wir den Züchter aus den 20er Jahren herausfinden. Es handelt sich um den Züchter Johannes Seibold, dessen Familie noch heute in unserem Ort wohnt. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Zurück zu unserer Geschichte. Sehen wir uns die Nachkommen von Hettel von Uckermark an, so fällt uns in der nächsten Generation wieder ein wichtiger Ahn ins Auge: der 1914 geborene Alex von Westfalenheim. Auch von ihm wird noch zu sprechen sein. Mit seinem Sohn Erich von Grafenwerth, der selbst schwarze Fellfarbe hatte, verlassen wir den deutschen Zuchtbereich. Bis zu diesem Hund reden wir von einer rein deutschen Zucht, auf deutschem Gebiet mit Hunden, die die von Max von Stephanitz später vorgeschriebene Farben schwarz, grau, rotgelb trugen.

Bevor wir uns der amerikanischen Zeit zuwenden, sollte nur kurz auf das weitere Geschehen in Deutschland verwiesen werden. Max von Stephanitz war grundsätzlich der Auffassung, dass die Farbe eines Tiers seine Arbeitsfähigkeit in keiner Weise beeinflusst. In seinem Buch über den Deutschen Schäferhund hat er dies auch stets betont, dass nur die Gesundheit und die Einsatzfähigkeit des Schäferhundes als Arbeitstier maßgeblich für die Zuchtauswahl zu sein habe. Leider änderte er – vermutlich auf Grund des Drucks, der nach 1933 durch die Rassengesetze, die auch vor dem deutschen Schäferhund nicht Halt machten, ausgeübt wurde seine Auffassung und vertrat nun die Ansicht, dass die Farbe weiß nicht mehr zugelassen werden dürfe. Nichts desto trotz gab es bereits vor 1933 die Zucht von weißen Schäferhunden in Deutschland wie ein Bild aus der Zeitschrift „Der Deutsche Polizeihund“ aus dem Jahr 1927 beweist.

Mutter Blanca

Weiße deutsche Schäferhündin, Mutter „Blanka“ 1500 und Vater „Blank“ 1306 (genannt „Schimmel“). Weißer deutscher Schäferhund. Mit einem Wurf von 7 rein weißen Welpen im Alter von 10 Wochen. Besitzer und Züchter: Staatliche Zucht- und Abrichteanstalt für Polizeihunde, Grünheide.

Berno von der Seewiese

Berno von der Seewiese, ein Beowulf/Hektor von Schwaben/Horandt von Grafrath-Nachkomme

Amerikanische Zeit / Hollywood

Erich von Grafenwerth, geb. 1918, wurde noch in Deutschland zur Zucht eingesetzt. Es wird angenommen, dass bereits sein Vater Alex von Westfalenheim das rezessive weiße Gen für die weiße Fellfarbe trug und dieses an seinen Sohn Erich vererbte. Von nun an ist es wahrscheinlich, dass alle Hunde dieser Linie das weiße Gen vererbten. Die Zucht des deutschen Schäferhundes in Deutschland wurde in den 20er Jahren nach wie vor durch Rittmeister von Stephanitz maßgeblich beeinflusst. In Amerika war man längst auf die neue Hunderasse aufmerksam geworden und begann deutsche Schäferhunde zu importieren. Amerikanische Züchter wollten in Konkurrenz zu der deutschen Zucht treten und diese verbessern. 1921 wurde Erich von Grafenwerth von der Zuchtstätte Hamilton Farms importiert und wurde letztendlich in die Zucht von Giralda Farms verkauft. Die Zuchtstätte gehörte der Rockefeller-Tochter Geraldine. Sie begann 1923 Schäferhunde aus Deutschland zu importieren und bot schwarze, weiße und farbige Linien an.

Giraldine RockefellerPhoto von St. Hubert's Giralda

Und wieder kreuzt ein historischer Hund unseren Weg. 1921 kommt Klodo von Boxberg als Sohn von Erich von Grafenwerth und Elfe von Boxberg in Deutschland zur Welt. Dieser Hund wurde zum Meilenstein in der Zucht der deutschen Schäferhunde. Auf der Weltausstellung für Deutsche Schäferhunde 1925 wurde nach heftigen Diskussionen Klodo von Boxberg als Sieger gekürt. Max von Stephanitz, der seit Jahren mit Sorge verfolgte, dass immer mehr übergroße, eckige Tiere gezüchtet wurden, die nicht mehr seinem Credo der Gebrauchszucht entsprachen, forderte, zukünftig Übergrößen abzulehnen und den Typ mittlerer Größe zu bevorzugen. Klodo entsprach diesem Typ und Stephanitz nahm so erheblichen Einfluss auf die weitere Zucht der Hunde. Klodo wurde 1926, wie sein Vater, nach Amerika verkauft. Von ihm wissen wir definitiv, dass er das weiße Gen trug. Sein Sohn Geier von Blasienberg war ebenfalls Überträger des weißen Gens, wie uns das Foto seines Sohnes zeigt. An dieser Stelle muss ich der Autorin Sheila Rankin widersprechen. In „Das große Buch vom deutschen Schäferhund“ schreibt Sie: „Traurigerweise muss gesagt werden, dass sich ihre (Anmerkung der Verfasserin: Klodo und Erich) Spuren in den darauffolgenden Jahren mehr und mehr verloren“. Sie verloren sich nicht, sie gingen nur einen Weg, den niemand erwarten geschweige denn vorhersehen konnte. Sie wurden zu Stammvätern einer neuen Rasse: Dem weißen Schäferhund, der erst sehr viel später als Berger Blanc Suisse einen neuen Namen erhielt, aber im Grunde nichts anderes, als ein Deutscher Schäferhund mit der Farbe Weiß war.

Wir verlassen nun die schwarz-graue Linie und betreten den Geschichtspfad der weißen Schäferhunde. Geier von Blasienberg wurde verpaart mit einem Hund der Zuchtstätte Giralda Farms, nämlich Olive. Diese Olive war eine direkte Nachfahrin von Alex von Westfalenheim und der deutschen Hündin Asta von Haldenheim. Da auch Alex Träger des weißen Gens war, das er mit Sicherheit an seine Nachfahrin vererbt hat, wundert es uns auch nicht mehr, dass bereits mit dem nächsten Wurf von Giralda’s Olive und Geier von Blasienberg ein weißer Hund das Licht der Welt erblickte: Bodri.

Über Bodri wissen wir nicht viel. Allerdings kaufte ein äußerst bekannter Schauspieler den Hund: Bela Lugosi. Ich würde vermuten, dass über ihn die fruchtbare Beziehung zu Hollywood hergestellt wurde, belegen lässt sich dies jedoch nicht. Fest steht nur, dass Bodris Enkel: Chinook Harvey Bindlestiff Offner (Chinook I) nachweislich in über 180 Hollywoodproduktionen und Shows mitspielte. Er entstammte der Zucht von Dorothy Crider (Kalifornien) und der White Shadow Ranch. Dorothy Crider trainierte Hunde für Shows. Auch Chinooks Nachfahren White Shadow Crider, Tango of White Shadow und White Shadow‘s Chinookie traten in seine Fußstapfen, spielten in Walt Disney Produktionen und gewannen Movie Awards. Gerade die White Shadow-Linie ist in den Datenbanken nicht ganz vollständig. Chinook ist nachweislich Vater von White Shadow Crider, der in den 60er Jahren in der Serie „Corky and White Shadow“, einer Disney-Produktion, mitspielte. Ich glaube jedoch nicht, dass White Shadow Crider Vater von Housen Joy White Chinook (geb. 1971) war, sondern eher, dass er Vater von Tango of White Shadow Crider war, der auch White Shadow II genannt wurde. Tango zeugte White Shadow’s Chinookie, auch genannt Chinook II. Auf den Seiten der Zucht Hoofprint wird jedenfalls Chinookie als Vater von Housen Joy White Chinook ausgewiesen. Die Namensähnlichkeit mag hier zu Verzerrungen in der Datenbank der Ahnentafel geführt haben. Zumal die Mutter von Housen Joy als Camelot White Mischief benannt wird, in der Datenbank aber eine Verpaarung von White Shadow Crider und White Mischief benannt wird. Fakt bleibt, dass die White Shadow-Linie mit der Verpaarung mit Hoofprint Kemo unter anderem in der Hoofprint Zuchtlinie aufgegangen ist und die Amerikanische Zeit für diese Linie beendet war. Die White Shadow Linie ging über die Züchterin Alice Horton an die Zucht Snowcloud Kennels, die bis heute tätig ist, aber das ist einen andere Geschichte.

Kanadische Zeit

Die Hoofprint Farm züchtet seit über 40 Jahren weiße Schäferhunde. 1967 wurde der erste Rüde eingetragen, es war Sunny White Cloud, der Vater von Hoofprint Kemo, der eine der Linien der Hoofprint Farm begründete. In Kanada – wie auch in anderen Ländern – kam sehr schnell die Diskussion auf, den Weißen Schäferhund als eigenständige Rasse anzusehen. Die Vizepräsidentin des White German Shepherd Club of Canada setzte dieser Überlegung ein Ende: „Diese Hunde sind keine American-Canadian Weißen Schäferhunde. Es sind Deutsche Schäferhunde mit weißer Farbe.“

Die Hoofprint-Zucht wurde für Deutschland in den 80er eine unersetzliche Quelle für den Zuchtaufbau, leider auch zu deren Problem. Aufgrund der engen Zuchtbasis und mangelnden Populationsgröße wurde die genetische Variation stark eingeengt. Nur wenige Generationen später waren die Weißen Schäferhunde Deutschlands fast alle miteinander verwandt. Heute lassen sich nahezu alle Tiere auf die Anfänge der deutschen Zucht mit ihren Hoofprints, Shermans, Krons und Finns zurückverfolgen. Doch dies ist eine andere Geschichte.

Die Verpaarung Kemo mit Housen Joy brachte Hoofprint Midnight (1980) hervor. Sein Sohn Midnight Too wurde Katri von Finn (1974-1986) verpaart. Die Tochter aus dieser Verpaarung Hoofprint Utopia wurde nach Holland (Zucht A. Timmermans) exportiert. Für unsere Geschichte endet hier die kanadische Zeit.

Holländisch/Dänisch/Brasilianisch

In den 70er Jahren importierte Anja Timmermans mit Ihrer Zucht „Of the First Choice“ die Hoofprint Hunde Utopia und Ocan. Aus dieser Verpaarung ging der erste Langstock-Schäferhund in den Niederlanden hervor „King Misty“, der in der deutschen Zucht wichtig wurde. Sein Halbbruder Champ of the First Choice blieb im Fell Stockhaar und wurde mit Danja Salima von Schloss Rahe verpaart. Aus dieser Verpaarung entstammte nun die Großmutter von Tender Talos, Nelly-Mara von Schloss Rahe. Die Suche nach neuen Linien in Europa und die Sorge um eine Verengung des Genpools lies einige Züchter in Europa über Landesgrenzen hinweg, neue Wege suchen. Die Verpaarung von Danish Aladdin mit Nelly-Mara z.B. brachte dem dänischen Züchter Tinka’s die Hündin Frenja, die wiederum mit brasilianischem Blut verpaart letztendlich Tender Talos hervorbrachte.

Die Aussicht für unsere Hündin Kara Aurora einen Rüden zu bekommen, der bislang keine Übereinstimmung mit Ihren Vorfahren hatte, ließ auch uns die Entscheidung treffen, eine Verpaarung jenseits der deutschen Grenzen herbeizuführen.

Dass wir über diese Verpaarung Bayonne wieder mit ihrem Vorfahren 100 Jahre zuvor in unserem Ort vereinen würden, wurde uns erst nachträglich bekannt.


Unter normalen Umständen würde ich selbstverständlich die sehr vielen Quellen zu diesem Artikel aufführen. Da dies jedoch kein wissenschaftlicher Text werden sollte, habe ich zugunsten der Lesbarkeit auf die Einfügung von Fußnoten verzichtet. Die Quellenlage war auch zu vielfältig, so können nicht alle Internetseiten, die halfen, das Mosaik zusammenzusetzen, genannt werden. Die wichtigsten Quellen sollen jedoch aufgeführt werden. Der Stammbaum konnte hauptsächlich über die im Internet zugängliche Pedigree Database rekonstruiert werden, die auch historische Bilder zur Verfügung stellt. Weiterhin sei das Werk von Max von Stephanitz genannt „Der deutsche Schäferhund in Wort und Bild“ von 1932. Über viele Internet-Seiten von Zuchtstätten des Deutschen Schäferhundes konnten Einzelheiten recherchiert und in diesem Text zusammengeführt werden. Teilweise waren dies nur einzelne Sätze, die mir halfen, die Zusammenhänge zu verstehen. Ein Standardwerk, das ich ebenfalls genutzt habe, ist das zum 100jährigen Geburtstag der Rasse entstandene Buch „Das große Buch vom Deutschen Schäferhund“ von Sheila Rankin, verlegt im Kynos-Verlag. Die Anmerkungen von Wikipedia zu den Rockefellers half ebenfalls auf die Spur der Giralda-Zucht zu kommen. Sie sehen, die Recherche ist sehr kleinteilig und vielleicht habe ich einmal die Zeit und Muße alle Quellen aufzuführen. Ein ganz besonderer Dank geht an Frau Brigitte Toll vom 1. WS e.V. Einheit, die uns ebenfalls mit vielen Hinweisen, Quellenangaben usw. geholfen hat.

 

Ende

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