Rund ums Futter

Eigendlich geht es um Futter — aber wir fangen an mit Wasser!

Wasser

aus der Pfütze schmekt es immer noch am besten

"Es sollte immer frisches Wasser neben dem Futter stehen." Solche Sätze lesen wir immer wieder auf Hundefutterpackungen, in wohlmeinenden Büchern und in Internetforen. Aber unsere Erfahrung ist eine gänzlich andere! Unsere Hunde saufen am liebsten abgestandenes Wasser aus Gieskannen, Topfuntersetzern und Eimern. Und wenn das Wasser grünlich wird, schmeckts nochmal so gut. Diese Brühe aus den Pfützen, in denen schon Kaulquappen sich entwickeln: Champagner!
Wir haben bei uns zu Hause immer mehrere Eimer und Gießkannen mit Wasser gefüllt und an den unterschiedlichsten Orten im Garten abgestellt. Klar, ein Napf mit Wasser steht auch bei uns in der Küche, daraus saufen Hund und Katz gern gemeinsam. Wichtig erscheint uns die Tatsache, dass Wasser und Futterstelle möglichst getrennt werden. Es ist eine Beobachtung, die vor allem Jäger gemacht haben, dass Raubtiere nie bei ihrer erlegten Beute Wasser saufen. Sie fressen und suchen sich danach in aller Ruhe eine Wasserstelle zum Durststillen. Wenn Sie Wasser und Futter zusammenstellen, wird das Wasser den Geruch des Futters (z. B. Blutgeruch) annehmen und für die Tiere nicht mehr frisch, sondern verunreinigt schmecken. Wobei "frisch" bitte nicht im menschlichen Sinne zu verstehen ist.
Das abgestandene Wasser, ich habe es mal probiert, schmeckt deutlich aromatischer als frisches Leitungswasser. Auch wird Regenwasser erst durch Verschmutzung in einen trinkbaren Zustand verwandelt. Es bilden sich Mikroorganismen, Algen etc., welche aus dem destilierten Wasser, was Regen ja eigentlich ist, erst eine trinkbare, mit allen möglichen Substanzen angereicherte, Flüssigkeit verwandeln.

Trockenfutter

Sicherlich die einfachste und durchaus probateste Methode den Hund zu ernähren. Das heutzutage angebotene Trockenfutter ist in der Regel von sehr guter Qualität und beinhaltet alles, was Ihr Liebling braucht. Es stinkt nicht, ist einfach zu dosieren und wird von den Hunden gut angenommen.

Was aber tun, wenn Ihr Liebling unförmig wird?

Das Problem liegt meistens in einem Mißverhältniss zwischen Bewegung und Nährstoffangebot. Bei Welpen zwischen Wachstum und einem Überangebot an energiereichen Futter.
Bereichern Sie in diesen fällen doch mal das normale Futter durch (ungesalzene!):

Gekochte Nudeln, Kartoffeln, Reis, Maisbrei (Polenta), Couscous und, wenn es sein muß, auch Futtercellulose. Und wenn Sie Haferflocken, eine Muesli Basismischung (ohne Früchte, Zucker und Schokolade) haben, diese mit einem Becher Joghurt vermischt...

Versuchen Sie es doch auch mal mit trocken Brot, Äpfel, Birnen, Markknochen und Ochsenschwanz. Sorgt für Abwechslung und lässt ihren Hund, insbesondere bei Regenwetter, die Triestesse vergessen.

Sie können teures kaufen, Sie können preiswertes kaufen. Der Unterschied zwischen den einzelnen Marken liegt, so glauben wir, mehr im Marketing als in den Zutaten. Dennoch sollten Sie auf einige Punkte achten:

Proteingehalt — Nach Meinung vieler Tieräzte sollte der Proteingehalt (Eiweiß) bei ca. 20 % liegen. Wesentlich mehr ist nicht gut für Gelenke und Niere. Zu wenig ist auch schlecht und führt zu Mangelerscheinungen im Bereich der Muskulatur und Nerven. Es sei denn, Sie treiben richtig Sport mit dem Hund. Dann darf es auch etwas mehr sein...

Vitamine — Braucht Ihr Liebling genau so wie wir auch. Aber zuviel Vitamin D3 ist schädlich für den gleichmäßigen Skelettaufbau. Deshalb sollte der Gehalt nicht wesentlich mehr als 1000 IE betragen. Jedenfalls in der Wachstumsphase sollten Sie auf den Vitamin D3-Gehalt besonders achten. Der Vitamin A-Gehalt sollte unter 10000 IE liegen, da sich sonst das Fell rötlich verfärben kann.

Mineralstoffe — Eigendlich unkritisch, wenn da nicht das Kalzium wäre. Schnellwüchsige Hunderassen, zu denen auch unsere Weißen gehören, verwerten das angebotene Kalzium zu gut. Es kann deshalb zu Fehlstellungen der Pfoten sowie zu übermäßigem Knochenwachstum kommen. Ein Gehalt von 1% ist vollkommen ausreichend.

Fett — Geschmacksträger und Kalorienlieferant in einem. Sollte, schwankt auch etwas nach Jahreszeit, irgendwo zwischen 8 und 15% liegen. Bewegen Sie sich mit ihrem Hund viel, darf es im Winter ruhig an die 15% heranreichen. Liegt Ihr Liebling bei 35 Grad nur noch auf den Fliesen in der Küche, so ist 8% Fettanteil bestimmt mehr als genug.

Farbstoffe — Sollten nicht im Futter enthalten sein. Auch keine natürlichen wie Möhren, rote Beete. Das darin enthaltene Karotin und Vitamin A kann das Fell rötlich verfärben. Dann haben Sie einen Fuchs bis zum nächsten Fellwechsel...
Benutzen Sie bitte kein Futter, Leckerlies, die so richtig bunt aussehen!

Alle hier besprochenen Artikel können Sie bei ZooPlus im Internet kaufen. Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

Hunde 10% NK

Wir benutzen das Trokenfutter der Marke Bozita aus Schweden. Bozita Original erfüllt alle Kriterien, die wir an das Futter stellen. Ein weitere Aspekt ist für uns die restriktive schwedische Gesetzesregelung zur Herstellung des Futters. So dürfen z.B. nur für den menschlichen Verzehr geignete Tiere und Fleischteile verwendet werden. Antibiotika, Wachstumsbeschleuniger, Klärschlamm, Geschmacksverstärker und Kadavermehl sind verboten. Auch, dass die Tiere artgerecht aufwachsen, macht für uns das Futter attraktiv. Und der Preis stimmt auch.
Wir füttern einmal (Welpen natürlich mehrmals) am Tag. Dabei bekommt jeder Hund ca. 400 gr. Trockenfutter, welches wir mit heißem Wasser bedecken und quellen lassen. Je nach dem, was unsere Küche noch hergibt, kommen etwas Reis, Kartoffel, Nudeln (salzlos gekocht) etc. hinzu. Manchmal eine Dose Thunfisch oder eine gekochte Hühnerbrust. Und wenn unsere Nikky Geburtstag hat, gibt es auch mal Schweinebraten mit Spätzle und Soße. Ansonsten verteilen wir noch eine Dose (für alle) Naßfutter über das Essen, da sonst unsere Nikky das Ganze stehen lassen würde..

Feuchtfutter

Auch hier gelten die gleichen Kriterien wie beim Trockenfutter. Wir verfüttern ausschließlich das Feuchtfutter von Bozita. Aber wie schon gesagt, nur wegen unserer Nikky. Sollte sie mal nicht mehr sein, werden wir dieses einstellen.
Wenn Sie können, versuchen Sie beim Trockenfutter zu bleiben. Das sind durchaus praktische Erwägungen, die uns zu diesem Ratschlag führen. Trockenfutter enthält alles, was Ihr Hund braucht, eine Anreicherung durch das Feuchtfutter bringt ernährungsphysiologisch keine weiteren Vorteile. Es gibt dem Ganzen nur einen zusätzlichen Geschmack, den Sie aber auch durch das Beimischen von o.a. Lebensmitteln erreichen können. Sollten Sie mal mit dem Hund verreisen, brauchen Sie nur die notwendige Menge an Trockenfutter mitzunehmen und die schweren Dosen entfallen. Auch auf Wanderungen liegen 400gr. Trockenfutter nicht so schwer im Rucksack wie 2 Dosen Feuchtfutter (und Sie haben keinen Abfall!).

Leckerreien

Ein Ohr für zwei Hunde

Dafür wird Ihr Hund Sie lieben! Sei es als Belohnung für gutes Benehmen, als Freizeitbeschäftigung bei schlechtem Wetter oder auch einfach zwischendurch, gegen den kleinen Hunger.
Sehr gut bewährt haben sich bei uns die naturbelassenen, getrockneten, Sachen wie Rinderohren, Hufe, Pansen, Kopfhaut, Schlund, Nasen, Nackensehnen. Zugegeben, einige Produkte riechen sehr aromatisch und sind in geschlossenen Räumen nur schwer zu ertragen. Aber Ihr weißer Liebling sieht die Sache ganz anders...
Weniger aromatisch sind die getrockneten Produkte aus Geflügel. Unsere Hunde essen sehr gerne Hühnerhälse und -mägen. Im frischen Zustand werden diese allerdings verschmäht.
Vermeiden Sie bitte Wurstwaren als Belohnung zu geben. Die darin enthaltenen Gewürze und Salze sind nicht gut für Ihren Hund. Besser ist gekochte und in kleine Stücke geschnittene Hühnerbrust. Leberwurst eignet sich allerdings sehr gut zur Verabreichung von Tabletten. Auch wenn Sie Fuß! üben ist eine nach Leberwurst riechende Hand sehr hilfreich!
Bei Knochen sollten Sie vorsichtig sein. Viele Hunde reagieren mit heftiger Verstopfung auf Knochen! Bewährt haben sich bei uns Kalbsknochen, insbesondere die weicheren Brustknochen, Markknochen, Rinderbeinscheiben sowie Ochsenschwanz. Während die Kalbsknochen aufgegessen werden und recht verträglich sind, sind die anderen mehr zum Stundenlangen darauf rumkauen geeignet, gelangen nicht in den Magen und werden irgendwann mal im Garten verbuddelt.

Ende

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